ein unternehmen muss sich vom mitbewerb differenzieren. wirklich?

nicht nur das ziel marktführer zu werden, auch die fokussierung auf differenzierung verleitet unternehmen dazu, sich primär mit sich selbst anstatt mit seinen kunden zu beschäftigen.

darüberhinaus konzentriert man sich dabei meist ausschließlich auf die unmittelbaren mitbewerber und vergisst auf die mittelbaren [⁠1].

die folge: horden von unternehmensberatern werden engagiert, um über diese strategie (vom mitbewerb differenzieren) nachzudenken (die definition kommt ja aus einem business buch), anstatt dass designer hinzugezogen werden, um den tatsächlichen bedarf der kunden aufzudecken. kein wunder, dass designthinking, die denkweise der designer, heutzutage so sehr nachgefragt wird. diese nachfrage haben die unternehmensberater aber nun, nach 15 jahren designthinking-begriff (designer gibt es ja seit über 100 jahren), erkannt und gaukeln jetzt den unternehmern vor, diese denkweise auch anbieten zu können und bestätigen ihr unverständnis der materie, indem sie designthinking als methoden-set oder als speziellen (und neuartigen) prozess darstellen. es ist die denkweise der designer und kann ganz leicht mit und durch designer ins unternehmen integriert werden.

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[1] vgl. clayton christensens job-to-be-done-konzept: die mitbewerber des milchshakes sind nicht die milchshakes der anderen anbieter, sondern die alternativen snacks, die banane, der bagel, der donut, der schokoriegel

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